Bis auf Michael Link von der FDP waren alle Kandidaten für das Direktmandat auf dem NABU-Podium vertreten (Foto: Hannes Huber)

Wie stehen die verschiedenen Parteien zu Umwelt-und Naturschutz?

Nabu-Podium am 23.08.2017 in Bad Rappenau

Trotz des hochaktuellen Themas war die Veranstaltung des Nabu nur mäßig besucht. In einer kurzen Einführung wurde von Nabu-Vorstand Adolf Monninger die drängendsten Fragen angerissen: Einsatz von Glyphosat, Insektensterben, Umweltbelastungen durch die derzeitige Agrarförderung der EU, Klimaschutzabkommen von Paris.

In den anschließenden Eingangs-Statements der Kandidaten wurde bereits deutlich, welcher Stellenwert Klima- und Naturschutz bei den Parteien einnimmt. Alexander Throm warnt davor, die richtige Balance zwischen Ökonomie und Ökologie zu verlieren; insgesamt sei Deutschland auf einem guten Weg. Josip Juratovic’s Haltung: Klimaschutz ja- aber die Sicherung der Arbeitsplätze hat ( natürlich) Vorrang. Für Konrad Wanner ist die Einführung des Mindestlohns mit 12,-€ eine wichtige Voraussetzung, dass auch finanzschwächere Familien Öko-Lebensmittel kaufen können. Michael Link(FDP) war gar nicht selbst erschienen – für ihn nahm Georg Heitlinger an dem Podium teil.

Konsequenter Klima- und Naturschutz nur mit GRÜN!

Ich stellte das zentrale Anliegen der GRÜNEN – den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen – Boden, Luft, Wasser – in den Mittelpunkt meiner Ausführungen. Die im Pariser Klimaschutzabkommen 2015 vereinbarte maximale 2-Grad-Erwärmung lässt sich nur erreichen, wenn der CO2-Ausstoß deutlich reduziert wird. Daher: Ausstieg aus der Kohle bis 2030. Die 20 schmutzigsten (Braun-)Kohlekraftwerke umgehend abschalten.

Daneben der Umstieg auf eine emissionsfreie Mobilität – ab 2030 kein Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotor, Erhalt des Automobilstandorts Deutschland, Ausbau der Infrastruktur, Förderung von Akku-/ Batterie-Speichermöglichkeiten. Begleitend muss der Bahn- und Öffentliche Personennahverkehr ausgebaut werden – Zuverlässig Verbindungen, moderne Züge, Ausbau/ Aufbau des Radwege/ Radschnellwegenetzes.

Gesunde Nahrung kann nur aus einer gesunden Umwelt kommen!

Die derzeitige Förderung der Landwirtschaft setzt vor allem auf Quantität. Monokulturen und Massentierhaltung sind die Folge. Immer stärkerer Einsatz von Pestiziden und von Glyphosat – mit verheerenden Auswirkungen auf unser Grundwasser und die Insekten. Deshalb: Einleiten der Agrarwende – gemeinsam mit den Landwirten. Die Qualität der angebauten Lebensmittel ( Ökologisch, nachhaltig..) muss ausschlaggebend sein für die Agrarförderung.

In der anschießenden Diskussion wurden einzelne Aspekte vertieft – grundsätzlich neue Aspekte wurden nicht vorgebracht.

Darum GRÜN!

„Weiter so“ – weiter wursteln – das genügt nicht, sondern führt vorhersehbar in die Klima-Katastrophe. Wer möchte, dass Umwelt- und Naturschutz künftig eine zentrale Bedeutung für die Politik in Deutschland hat – der muss am 24.09. GRÜN wählen.

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