Vor dem Gleis 3 in Neckarsulm: Oberbürgermeister Steffen Hertwig, Bundestagskandidat Thomas Fick und Sozialminister Manne Lucha (v.l.n.r). Foto: privat

Gleis 3 –Kinder-Jugend-Kultur Zentrum Neckarsulm. Ein Jugendhaus für Alle!

Im Rahmen seiner Sommer-Tour 2017 war Sozialminister Manne Lucha zu Besuch im „Gleis 3““ in Neckarsulm. Ziel der Sommer-Tour ist es, innovative Projekte und Einrichtungen im Land kennen zu lernen und mit den Mitarbeitern und Besuchern ins Gespräch zu kommen. Bei seinem Besuch im „Gleis 3“ konnte ich dabei sein.

Das Kinder-Jugend-Kulturzentrum Gleis 3

Es war sehr beeindruckend, wie hier Offene Jugendarbeit aufgebaut ist. Als „Experten“ führten 3 Jugendliche den Minister und die übrigen Gäste durch die Räume und erzählten, was sie hier alles machen. Das Jugendhaus ist als offenes Haus angelegt. Es können alle Kinder und Jugendliche aus Neckarsulm und Umgebung kommen. Und sie tun dies zahlreich! Da sind die Schüler der Astrid-Lindgren-Schule genauso wie die Clique von Ausländerkindern. Sie kommen zum Chillen, Werwolf-Spielen oder Brettspiele, sie kicken im freien oder nutzen den super ausgestatteten Proberaum. Respektvoller Umgang, Verantwortung für die Programmgestaltung und das Sauberhalten der Räume – wird so nebenher vermittelt. Geschieht aber nicht zufällig, sondern ist grundlegender Bestandteil der Konzeption und der Haltung der Mitarbeiter.

Es findet eine enge Kooperation mit der Schulsozialarbeit statt – diese Verzahnung sei enorm wichtig, führt Isabell Klaus aus. Die grundsätzlich inklusiv durchgeführten Angebote sind das Ergebnis der langjährigen und intensiven Zusammenarbeit mit den Offenen Hilfen Heilbronn (Projekt „Achtsam unterwegs im Heilbronnern Land“).

Vergessen werden darf niemand

In seiner kurzen Ansprache betonte Minister Lucha: „Niemand – egal ob 1 Jahr oder 101 Jahre alt – darf vergessen werden.“ Jeder müsse Teilhabemöglichkeiten haben, um sich mit seinen Interessen, Fähigkeiten und Wünschen einzubringen. Manne Lucha war begeistert von der offenen und empathischen Atmosphäre.

„Sie können stolz sein auf diese Arbeit!“ dankte er den Mitarbeitern wie auch dem anwesenden OB Hertweg. Mit einem fröhlichen „Auf Wiedersehen Herr Minister und Herr Bürgermeister“ verabschiedeten die Kinder des Sommerspaß-Programms die Gäste. Episode am Rande: Der Leiter des Jugendhauses erzählte, wie begeistert eine Besucherin vom Mitmach-Zirkus und den Darbietungen der zahlreichen Kinder und Jugendlichen war. Am Ende meinte sie zu den Mitarbeitern: „schade, dass keine Kinder mit Handicap teilgenommen haben!“ Sie hatte gar nicht gemerkt/ wahrgenommen, dass unter den 60 beteiligten Kindern 15 Kinder mit Handicap mit gemacht haben. Das ist verwirklichte Inklusion!

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