Gute Stimmung bei der Veranstaltung der Grünen im K2acht. V.l.n.r.: Thomas Fick, Bundestagskandidat der Heilbronner Grünen, Gudula Achterberg, Kreisgeschäftsführerin und Robert Habeck, Umweltminister in Schleswig Holstein. Fotos: Tilmann Dautel

Eine coole Socke, ein kluger Kopf!

Rückblick: Veranstaltung mit Robert Habeck

Auf seinem Weg von Schleswig-Holstein zur Sommerwanderung mit Winne Kretschmann in Stuttgart hat Robert Habeck in Heilbronn einen Zwischenhalt eingelegt.

Auf Einladung des grünen Bundestagskandidaten Thomas Fick war er Gastreferent im K2Acht. In einem kurzen Statement erläuterte Habeck seine Einschätzung der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Situation: viele Bürger*innen wenden sich von der Politik ab, weil sie das Gefühl haben, dort nichts bewirken zu können. Einen wesentlichen Grund für diese Entwicklung sieht Habeck in der starken Digitalisierung, die alle Lebensbereiche erfasst hat und ein Auseinanderstreben der Werte und gesellschaftlichen Bindungen bewirkt.

Beispielhaft wird dies deutlich an der Entwicklung der Medien: in seiner Kindheit habe es 3 Fernsehprogramme gegeben – die Familie saß zu bestimmten Zeiten gemeinsam vor der Glotze. Heute ermöglicht die digitale Welt jeder Person zu jeder Zeit und an jedem Ort die Sendung zu sehe, die sie individuell sehen möchte. Gemeinsames erleben und die gemeinsamen Erfahrungen reduziere sich und die Lebenswelt der Menschen individualisiert sich stark.

Die Politik hat diese Veränderung bisher noch nicht nachvollzogen, immer noch setzt sie auf die tradierten Wege der Kommunikation zwischen Bürgern und politischen Institutionen. „Dies müsse sich grundlegend ändern“, so der grüne Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung aus Schleswig-Holstein.

Wer wagt, beginnt!

Neue Wege, „Formate“ der Diskussion entwickeln, wie die Politik mit den Bürgern ins Gespräch kommt und die Wünsche, Anregungen und Bedürfnisse der Menschen aufnimmt. Das direkte Gespräch mit allen gewinnt für Habeck an Bedeutung, niemand dürfe von vornherein ausgegrenzt werden. Im Gespräch klare Position beziehen, z.B. gegen Hetze, Nationalismus, und den Menschen differenzierte Antworten geben. Habeck ist überzeugt, dass sich so viele der Unentschlossenen erreichen lassen, und macht in der weiteren Fragerunde mit den Besuchern konkret deutlich, wie das gelingen kann:

Bildung, Einführung von G8/ G9, Landwirtschaft, Massentierhaltung und ihre Auswirkungen für die Landwirte hier aber auch in den Ländern Afrikas, Asiens und Südamerikas, Diese-Skandal und E-Mobilität. Ein wilder Ritt durch beinahe sämtliche Themen der Politik und alles Themen, die die anwesenden Bürgerinnen und Bürger beschäftigen. Habeck nahm fundiert aber locker Stellung: Kenntnisreich und sehr offen diskutierte er mit den Gästen – ein lebhafter Austausch auf Augenhöhe!

„Wer wagt, beginnt!“ ist sein optimistischer Ansatz – wobei er auch Realist ist: „die Möglichkeit des Scheiterns ist immer gegeben“.

Für die bevorstehende Wahl sieht Habeck nur die Grünen, die die Zukunftsfragen konsequent und realistisch angehen: Energie und Umwelt sind schon immer die zentralen Fragen der Menschheit und darauf können bisher nur die Grünen eine Antwort geben. Daher sein Schlussappel an die zahlreichen Zuhörer*innen: „Grün wählen – und Thomas Fick nach Berlin schicken!“

Fotos: Tilmann Dautel

 

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